Design Thinking und Systemisches: zum Anfassen und mit Theorie

Design Thinking meets Systemtheorie, ein kreativer Kaminabend am SIFB, Eindrücke vom25.10.2018

Moritz Avenarius, erfahrener „Design Thinker“ und systemischer Berater aus Hamburg, führte uns durch den Abend. Im Anschluß an einen praktischen und kreativen Teil wurde lebhaft über Verbindungen, Parallelen und  sich anbietende Ergänzungen der beiden Themen diskutiert.

Was ist der Nutzen einer systemischen Betrachtung bei der Einführung von Design Thinking in Organisationen?

  • Für das System Unternehmen befindet sich der Kunde in der Umwelt des Systems. Das DT versucht systemisch gesehen den Kunden in das System Unternehmen „kontrolliert“ hinein zu holen und für das System verfügbar zu machen. Dazu wird ein DT-Team als quasi temporär autonom agierende Insel eingesetzt, welches mit der Unterscheidung „Team/Kunde“ operiert und damit die Unterscheidung „Unternehmen/Kunde“ innerhalb der Organisation dupliziert (re-entry).
  • Grundlegende Gemeinsamkeit in der Haltung systemischer Beratung und des Design Thinking ist die Intention, den Andern/Kunden oder eben ein anderes System zu verstehen und sich den „Sinn“ der Fragestellung des Andern gründlich zu erschließen.
  • Beide verbindet, dass es nicht darum geht sich sofort auf die Problemlösung zu stürzen. Vielmehr geht es zu Beginn darum, zu verstehen, was der Andere oder eben das System, eigentlich benötigt und so ein tieferes Verständnis für die Fragestellung zu entwickeln.
  • Nicht zu Letzt die Aufforderung: Beobachte eine Organisation beim Umgang mit DT!
    Denn, nicht jedes Thema/Problem kann sinnvoll mit DT Methoden beantwortet werden. Was sagt die Entscheidung für DT über die Organisation aus?Viele Ideen sind entstanden, die wir weiterverfolgen werden.

Ganz im Sinne des Design Thinking werden wir immer wieder Zwischenstände und „Prototypen“ veröffentlichen. Artikel, Workshops und Diskussionsformate.

Workshop: Design Thinking systemisch ausgerollt

 

Marion Schenk